So schon lange nichts mehr geschrieben.
Mein Leben scheint wieder in geregelten Bahnen zu verlaufen und die gröbsten Wogen haben sich wieder geglättet. Gottseidank. Seit nun ca. 2 Wochen bin ich wieder meiner (Ex)-Freundin zusammen, nachdem wir gut 1 ½ Monate getrennt waren. Wer hätte das gedacht? Ich sicherlich nicht, die meisten anderen wohl auch nicht. Aber das soll mich nicht stören, warum auch. Sie hat mich einfach an einem Donnerstagabend nach der Arbeit angerufen und mich gefragt, ob ich sie noch mag. Natürlich mochte ich Sie noch, was denn sonst. Ich habe mich schon innerlich aufgeregt warum sie mir so eine gemeine Frage stellt und in der Wunde rumwühlt…, daher habe ich sie gefragt, warum sie das überhaupt wissen muss bzw. will… Nach ein bisschen Drumherum Gerede, haben wir ausgemacht uns doch lieber persönlich zu treffen um das zu klären. War wohl auch ganz angebracht, ist auf jeden Fall ne ganze Ecke persönlicher als per Telefon. Den ganzen Abend war ich durchströmt von Glücksgefühlen. Woher kam dieser Sinneswandel? Zwei Wochen zuvor hatte sie mir nochmal klar gemacht, dass es wohl besser ist wenn wir keinen Kontakt mehr haben in Zukunft. Aber mir war das egal!! Am nächsten Tag haben wir uns dann, wenn auch mit 3 Stunden Verspätung, bei ihr getroffen. Der Verkehr in den Städten ist freitagabends wirklich eine Katastrophe… Hauptsache ich war da, bei ihr. Da wir den Freitag aber sonst schon verplant hatten, ging unser Treffen nur ein bisschen länger als eine Stunde. Aber diese Stunde war wunderschön, zärtlich und einfach nur unbeschreiblich. Ich war das erste Mal wieder so richtig glücklich…. Am liebsten hätte ich die Zeit angehalten. Nachdem wir dann unsere Pflichtveranstaltungen abgesessen haben, haben wir uns wieder bei Ihr getroffen und sind zusammen eingeschlafen…
Archive for Oktober, 2009
16. – 18.10.09 Das Wochenende
Gedicht #1
Manchmal drückt die Seele,
manchmal ist’s der Schmerz,
der wohl nicht vergehe
und bedrückt mein armes Herz
Man kann nicht sagen was es ist,
es gibt keine Einheit mit der man es misst,
aber man weiß, es tut einem weh,
doch man hofft es vergeht ja eh‘.
Nur weiß ich nicht, ob dies je geschieht
oder ob das Leben mit Leid an einem vorüberzieht.
Habe Angst den falschen Weg zu gehen,
Weiß nicht, wo werde ich stehen…?
Niemand kann einem sagen was passiert,
kann sagen ob man gewinnt oder verliert.
Man kann nur auf das beste hoffen,
daran denken: das leben steht einem offen.
Egal wie man sich entscheidet,
egal ob man schmerzhafte Situationen vermeidet,
oder das Herz dich durch das Leben leitet
der Kummer ist es, der einen immer begleitet.
Drum muss ich wohl lernen
immer aufrecht zu gehen,
dann werde ich merken:
man kann jede Prüfung des Lebens bestehen.
Tränen sind geflossen,
Tränen werden fließen,
Aber auch schöne Zeit wurde genossen,
und neue Träume werden sprießen…
Schäme dich nie für deine Gefühle,
Halte durch und werd‘ nicht müde,
Die schönen Zeiten werden dich befreien!
Oh Gott, lass mich endlich Glück sein…
Die Woche – 21.09. – 27.09.2009
So… mal wieder nur ein Wochenrückblick, momentan fehlt mir einfach die Zeit jeden Abend meine Gedanken niederzuschreiben. Aber geil wenn man im Zug sitzt, und einem die Kontaktlinsen beim zu lange aufm Bildschirm schauen eintrüben. Rofl. Und außerdem muss man schauen, dass keiner der drum rum sitzenden Voyeure mitliest.
Naja, wo soll ich anfangen. Die Woche war gar nicht so schlecht wie ich das zunächst angenommen hatte. Am Montag habe ich auf jeden Fall erfahren, dass ich meinen Englishtest doch bestanden habe. Juhu. Hat das lange warten sich ja gelohnt. Wenigstens was, und ich habe einen Grund die nächsten paar Wochen nicht ganz so schlecht drauf zu sein. Obwohl ich sagen muss, dass ich relativ positiv in die Zukunft blicke, zumindest in manchen Punkten. An der Grundstimmung ändert das nicht wirklich viel. Wo war ich? Ach ja, Englishtest. Wie dem auch sei, mir ging’s zu diesem Zeitpunkt ganz gut, vor allem da ich nicht damit gerechnet habe. Was dann wiederum nicht so klasse war, war der Punkt, dass meine Ex-Freundin mich angerufen hat. Ich hatte ihr ja einen Brief eingeworfen, in dem ich sie nochmal gebeten habe, in Ruhe drüber nachzudenken und in dem stand, dass alle Probleme lösbar sind, solange wir es nur wollen. Aber ganz offensichtlich will sie nicht. Und dann ist das halt so, was will ich machen. Ihre Gründe wirkten mehr als fadenscheinig, als Ausrede um mich nicht ins Gesicht sagen zu müssen, dass sie mich nicht mehr liebt. Ist ja auch kein Wunder wenn man sich vier Wochen nicht mehr gesehen hat und ständig irgendwelche Aktivitäten hat und dann noch von der Seite von andersdenkenden bequatscht wird. Ein bisschen stärker hätte ihre Liebe zu mir trotzdem sein können, nach all dem was wir durchgemacht haben. Wunschdenken. Dieses Gespräch hat mir endgültig gezeigt, dass ich sie gehen lassen muss, denn sie wird nicht mehr zurückkommen. Sie hat die Chance gehabt während ihrem Urlaub, sich von mir zu distanzieren, ja mich zu vergessen in gewisser Weise. Und solange sie den Kontakt zu mir unterbricht und ich keine Chance habe sie zu sehen wird sich das auch nicht ändern. Ihre Mutter meinte zu mir ja, in allem was passiert steckt bestimmt ein tieferer Sinn. Hoffen wir’s. Vielleicht der, dass ich jemand finde der zu mir hält, egal was kommt. Jemand der es auch wirklich macht und nicht nur jemand von dem ich es glaube dass er es macht (wie meine Ex z.B.:P). Am Ende haben wir dann eine Stunde geredet, meine Kumpels haben schon alle gepennt und ich war nur wieder Down. Also so an sich ein ziemlich destruktives Gespräch. Für mich.
Die restlichen Tage sind ziemlich zügig vergangen, stand nicht wirklich viel an. Kann ich aber auch ganz gut mit Leben ehrlich gesagt. Zeit für mich ist zurzeit eh schon rar gesät… Was ist denn von Mittwoch bis Freitag passiert. Ich weiß es grade wirklich nicht mehr. Auch nicht so schlimm, mein Zug fährt gleich in Bahnhof ein, dann hab ich während dem Umsteigen Zeit zum nachdenken. Falls ich unwahrscheinlicher Weise Lust dazu bekommen sollte….
Cut. Mittlerweile sind ein paar Wochen vergangen. Die Situation ist nicht anders als sonst, immer noch bin ich einsam und kämpfe mit den Folgen der Trennung und meinem Gefühlsleben, aber es geht schon aufwärts. Kleine Erfolgserlebnisse geben mir neuen Mut diese Schlacht weiterhin zu schlagen. Ich kann mein Leben wieder genießen, auch wenn ich dabei viel an Sie denken muss. Ich lebe intensiver seit der Trennung, ich erfreue mich an einem guten Essen mehr denn je, genieße jedes Bier… und habe mir endlich ein neues Auto geleistet. Mein Traum geht in Erfüllung, Frei sein, fahren wohin ich will. Jetzt brauch ich nur noch den Sommer für mein Cabrio. Aber auch für meine Seele, denn die viele Dunkelheit bedrückt mich doch… Hach. Ich habe heute ein Gedicht entdeckt, dass ich noch geschrieben habe, als ich mit meiner Traumfrau zusammen war. Super. Sie hat es auch gelesen, und trotz des Schmerz‘ den ich in diesen Zeilen verpackt hatte hat sie mich 2 Wochen später verlassen. Sie muss doch gemerkt haben wie ich leide und dennoch lässt sie einen Menschen im Stich von dem sie behauptet, ihn geliebt zu haben. Mh, ziemlich zusammenhangslos was jetzt kommen wird. Auf jeden Fall hatte ich mich nochmal mit ihr getroffen. Zum letzten Mal, wirklich. Diesmal ist der Kontakt von meiner Seite aus beendet, ich merke sie tut mir nicht gut. Sie hat mir einmal beim feiern eine SMS geschrieben und mich gefragt wies mir geht, antwortet ihr geht’s nicht so gut… und trotzdem gibt sie mir keine Chance mehr und reagiert total aggressiv auf mich. Mir kommt’s vor, als hätte man sie bei der Kur einer Gehirnwäsche unterzogen, ihr eingeredet, dass ich ihr Problem war. Die Psychologen würde ich gerne in die Finger bekommen. Gut, dass bringt sie mir auch nicht wieder zurück, aber irgendwie… Genugtuung? Aber vielleicht spekuliere ich mal wieder in eine falsche Richtung. Wie so oft, sagen zumindest andere. Leider stellt sich oft hinter her doch heraus dass ich gar nicht so falsch lag. Schade irgendwie, weil ich meistens schlechte Vorahnungen habe…
Ansonsten fühl ich mich verdammt einsam. Ich suche, weiß aber dass suchen keinen Erfolg bringt. Am Wochenende habe ich ein einsames Mädchen gesehen, dass auf ihre Freundinnen gewartet hat. Melancholie pur in ihrem Gesicht, soviel Unschuld.. ich Idiot hätte sie ansprechen sollen. Wär ich doch nur nicht so verdammt schüchtern… Grummel. Manchmal wünschte ich mir meine Eltern könnten mir jemand aussuchen, wäre nicht ganz so kompliziert. Ja, ich weiß, wir leben nicht im Mittelalter, ich mein ja nur… Naja, kommt Zeit, kommt Rat… oder so. Und vielleicht die Dame meines Herzens… seufz.
Ich habe wieder zum Glauben gefunden. Hört sich komisch an, vor allem bei mir, der doch Religionen bisher immer so menschlich Empfunden hat. Aber ich merke, es hat mir neue Kraft gegeben, Kraft die ich dringend gebraucht habe. Dafür bin ich sehr dankbar, auch wenn die wenigsten Menschen dass verstehen solange es Ihnen blendend geht… so wie ich es zuvor nicht verstanden habe.
Whatever. Life must go on, irgendwie.